Mehrtagestour

Traumhafte Wandertage im Markgräflerland und Elsass

Der Schwäbische Albverein Meßkirch unternahm im Rahmen seines Jahresprogramms eine mehrtägige Wandertour durch das Markgräflerland und das benachbarte Elsass. Unter der Leitung der Wanderführer Anita und Jochen Metz erkundeten 17 Teilnehmer die abwechslungsreiche Landschaft zwischen Südschwarzwald, Rheintal und Vogesen. Zum Auftakt führte eine kürzere Wanderung über den Höhenweg rund um Ober- und Niedereggenen. Die Kulturlandschaft zeigte sich dabei von ihrer herbstlichen Seite: An den Bäumen reiften Äpfel, Zwetschgen und Mirabellen, während an den Südhängen die Weinreben voller Trauben standen.

Am Sonntag stand die Wanderung auf den 1165 Meter hohen Hochblauen auf dem Programm. Der lange Anstieg wurde mit einer eindrucksvollen 360-Grad-Aussicht belohnt. Der Blick reichte über das Basler Land und das Elsass bis hinab ins Rheintal. Am Montag fuhren die Wanderfreunde nach Wattwiller im Elsass. Von dort begann der Aufstieg zum Hartmannswillerkopf, dessen 956 Meter hohe Bergkuppe im Ersten Weltkrieg schwer umkämpft war. Noch heute zeugen Schützengräben und Bunkeranlagen von den Kämpfen, bei denen bis zu 7000 französische und deutsche Soldaten ihr Leben verloren. Über zahlreiche Steinstufen führte der Weg hinauf zu einem weiteren weiten Blick über das Rheintal und die Höhenzüge des Schwarzwaldes. Anschließend besuchte die Gruppe den großen Soldatenfriedhof, das Nationaldenkmal und die Krypta, die an die Toten erinnert. Am Dienstag lernten die Teilnehmer Badenweiler bei einer informativen und kurzweiligen Stadtführung kennen. Bereits Großherzog Friedrich I. und seine Frau Luise schätzten die Thermen des Kurortes. Auch die Römer nutzten die warmen Quellen und errichteten dort eine der größten Badeanlagen im Rheintal, deren Ruine heute zu den besterhaltenen ihrer Art zählt.

Die Mittwochswanderung führte zum barocken Schloss Bürgeln und weiter zur Ruine Sausenburg. Vom imposanten Aussichtsturm bot sich ein weiter Blick in das Dreiländereck. Über Kandern, das durch seine frühere Töpfer- und Papierherstellung bekannt ist, kehrte die Gruppe zum Ausgangspunkt zurück. Auch der Abreisetag am Donnerstag wurde noch für eine Wanderung genutzt: Ziel war der auf 915 Metern Höhe gelegene Nonnenmattweiher, ein idyllischer Karsee im Kleinen Wiesental. Etwa die Hälfte des Sees ist von einer Hochmoorschicht bedeckt, während der übrige Teil als Naturbadesee genutzt werden kann. Nach einer Rast an der benachbarten Fischerhütte traten die Wanderfreunde die Heimreise an – mit vielen Eindrücken von abwechslungsreichen Landschaften, kulturgeschichtlich bedeutenden Orten und erlebnisreichen gemeinsamen Wandertagen.

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